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Cool Swim Meeting 2018 in Meran

Wir fahren über den Brenner war die Devise der ersten Mannschaft am vergangenen Wochenende. Sieben Athleten des SVO konnten sich auf internationaler Ebene in Meran in Staffel- und Einzelwettbewerben messen.

Bei der dritten Ausgabe des Meetings waren Schwimmer der Nationalmannschaften aus Italien, Frankreich und San Marino am Start. Das Wettkampfbecken teilten sich die Ottobrunner unter anderem mit Gregorio Paltrinieri, dem 1500m Freistil Olympiasieger von Rio De Janeiro 2016. Ebenfalls in Meran am Start der 400m Bronze-Medaille Gewinner Gabriele Detti. Die italienische Nationalmannschaft befand sich in der Woche vor dem Coolswim Meeting im Höhentrainingslager in Südtirol und nutze die Veranstaltung, um die Form anzutesten.

Gute Form bewiesen auch die SVO Athleten, die einige Podestplätze erringen konnten. So siegte Marlene Ruf über die 200m Lagen und 100m Brust. Emil Sebold sicherte sich den Sieg über seine Spezialstrecke 100m Brust. Emil wurde die besondere Ehre zuteil, in einem mit Olympiasieger Gregorio Paltrinieri die 200m Lagen schwimmen zu dürfen.

Unter strahlend blauen Himmel mit dem beeindruckenden Panorama am südlichen Fuss der Ötztaler Alpen verbrachten die Schwimmer zwei sehr schöne Tage in der Stadt an der Etsch. Als besonderes Schmankerl durften die Sieger neben der Goldmedaille eine Kiste Südtiroler Äpfel mit nach Hause nehmen.

Für den SV Ottobrunn am Start waren Marlene Rufe, Lana Kreppenhofer, Jasmin Nykolyn, Luisa Schmitz, Kenneth Münster, Luis Käser und Emil Sebold. Sie wurden betreut von den SVO Trainern Dimi Goudinoudis und Harry Lindner sowie dem Sportlichen Leiter Dirk Opavsky.

„Der SVO ist mein Herzens-Verein“

Keine Schwimmer ohne Trainer - Sie bilden das Rückgrat der Vereinsarbeit in Ottobrunn. Während der Deutschen Meisterschaften ist es daher auch an der Zeit, Danke zu sagen an alle Trainer im Verein. DJM-Starter wie Lorie und Marlene schwimmen seit ihrer frühesten Kindheit im SV Ottobrunn, haben alle Stationen durchlaufen, von der Lehnbachalle, über die Nachwuchsgruppen bis sie zu den Zugpferden des Schwimmsports in Ottobrunn geworden sind.

 

Sie haben einen Trainer an ihrer Seite, der mit dieser Gefühlswelt bestens vertraut ist. Ottobrunn´s Cheftrainer Dimi Goudinoudis kennt den Verein seit 20 Jahren, dabei ist er selber erst 25. Der Taufkirchner ist früher aktiv in der Leistungsgruppe des SVO geschwommen, war mehrfach bayerischer Vize-Meister und ist damals auch schon Finale bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften geschwommen. Der mehrfache bayerische Meister auf den Rückenstrecken holte 2006 Gold bei den süddeutschen Meisterschaften über 50m Rücken in Dresden. 

Der Sport- Und Fitnesskaufmann „lebt“ quasi im Phoenix-Bad im Ottobrunn. Dort, für das Team Sportkonzepte tätig, steht er fast jeden Abend am Beckenrand und kümmert sich um die schnellsten Schwimmerinnen und Schwimmer des Vereins. Wenn er mal nicht am Beckenrand anzutreffen ist, dann befindet er sich bestimmt grade wieder irgendwo in der Welt auf Reisen. Er liebt ferne Länder, insbesondere Ostasien hat es ihm angetan. Zuletzt reiste er im Dezember mit dem Rucksack durch Vietnam.

Der Trainer ist aber nicht nur der Dirigent und Taktgeber am Beckenrand. Er ist Reiseleiter, Buchungsportal, Mitfahrgelegenheits-Organisierer, Bus-Chauffeur, Hotel-Tester, Pizzeria-Kritiker, die Schulter zum Ausweinen, Beziehungsexperte und Eltern-Versteher. Die Liste liesse sich sicherlich noch um einige Punkte ergänzen.

Neben Dimi werden die Schwimmer aber auch noch von weiteren Trainern betreut. Harry Lindner, ein „SVO-Urgestein“ übernimmt regelmässig Trainingseinheiten und die ehemalige Profi-Triathletin und Diplom-Sport-Ökonomin Ute Schäfer (http://www.uteschaefer.eu) ist für das Athletik-Training der LGs zuständig. Weitere Unterstützung gab es in dieser Saison von Jan Wolfgarten (http://www.swimazing.com), dem 1500m Freistil Europameister von Istanbul 2009.

„Sie kennen an der Hallendecke jede Schraube“

Bei der Deutschen Jahrgangsmeisterschaft in Berlin wollen die Rückenspezialisten Lorie und Xaver versuchen ins Finale zu kommen, in einem kurzen Porträt der beiden stellen sich die SVO Athleten vor.

 

Lorie ist 13 Jahre alt (Jg.2004) und besucht die 3.Klasse der Höheren Schule an der Europäischen Schule in München Perlach. Sie ist Deutsch-Französin und hat noch eine jüngere Schwester, die ebenfalls im SVO aktiv ist. Sie ist bereits seit ihrem 5. Lebensjahr im Schwimmverein, hat ihre ersten Schwimmkurse im Lehrschwimmbecken im Fasangarten und im Arielle-Becken absolviert.

Im letzten Jahr durfte sie bereits an der DJM in Berlin teilnehmen und startete über 200m Rücken. In ihrer Kariere hat sie schon mehrere Vereins- und Kreismeistertitel gesammelt, war auch schonmal Vierte bei den Bayerischen Meisterschaften und vertritt den Verein seit Jahren schon auf oberbayerischen, bayerischen und süddeutschen Meisterschaften. Über 50m und 100m Rücken gehört sie mittlerweile zu den Top20 in Deutschland und wird in Berlin ihr Bestes auf diesen Strecken geben.

 

In ihrer Nebenlage Kraul konnte sie in der laufenden Saison einen grossen Sprung machen und es gelang ihr auf der 50m Sprintstrecke schon sehr früh in der Saison, die Normzeit für die Deutschen zu knacken. Lorie´s Lieblings-Einheiten sind das Training mit Schnorchel und/oder Flossen. Weniger mag sie die gesteigerten Intervall-Blöcke so wie 3x(4x50m). Auf die Frage, warum sie im SVO schwimmt, antwortet Lorie: „Weil dort alle meine Freunde sind !“ Neben „schnell schwimmen“ will sie in Berlin auch Spass haben. Sie weiss eben auch schon ein wenig, was auf sie zukommt. Nach Berlin muss sie dann erstmal den versäumten Stoff aus der Schule nachholen, denn die Europäische Schule hat keine Ferien in der DJM Woche. Und dann ist auch mal wieder Zeit, dass Rennrad aus der Garage zu holen und eine grosse Runde mit ihren Eltern um den Chiemsee zu fahren.

 

Xaver ist bereits 14 Jahre alt (Jg.2004) und wohnt in Brunnthal. Er besucht die achte Klasse der Realschule in Neubiberg. Er ist erst im Jahr 2015 zum SVO gekommen, da ihn eine ehemalige Trainerin des Vereins durch einen Zufall zum Schwimmen gebracht hat. Schnell war, klar, dass Xaver nicht nur einfach mitschwimmen wollte, sondern dass er ein aussergewöhnliches Talent für den Schwimmsport besass. In nur zwei Jahren arbeitete er sich in die erste Leistungsgruppe hoch und konnte sich in der laufenden Saison erstmalig für die DJM über seine beiden Lieblingsstrecken 100m und 200m Rücken qualifizieren.

 

Grösste Erfolge bisher waren für Xaver 2. und 3. Plätze bei den Bayrische Meisterschaften 2017. Xaver ist amtierender Vereinsmeister in seinem Jahrgang. Seine Nebenlage ist Kraul und seine Lieblingsstrecke sind die 200 m Rücken, auf der er bei der Atus-Trophy in Graz mit einer beachtlichen 2:22 die Quali für Berlin klarmachen konnte. Auf die Frage, wieviele Klimmzüge er denn schafft, antwortet er : 20 ! Er mag es einfach, im Wasser zu sein und den ganzen Körper zu trainieren. Beim SV Ottobrunn schwimmt er: „weil ich dort vor 3 Jahren angefangen habe und es mir sehr gut gefällt“. Seine schlimmste Trainingseinheit sind die 10 x 400 Lagen, aber selbst, wenn der Trainer mal nicht zufrieden ist, dann „strenge ich mich beim nächsten Mal mehr an“. 

Klare Ansage an die Konkurrenz: „In Berlin will ich .... ?  Spaß haben und vielleicht ins Finale kommen !“. Und nach Berlin ? „Weiterschwimmen“.

Auch wenn Schwimmen einen grossen Teil seiner Freizeit einnimmt, bleibt trotzdem noch ein wenig Zeit zum Tennis und zum Euphonium spielen in der Blaskapelle Höhenkirchen. Auf die Frage, was er machen würde, wenn er nicht Schwimmer geworden wäre, antwortet er „Dann hätte ich zwar mehr Zeit für die Schule und andere Hobbys /Freunde aber ich würde die schönen Erlebnisse bei den Wettkämpfen sehr vermissen.“

 

 

„Berlin ist immer eine Reise wert“

Für das SVO Team ist Berlin immer eine Reise wert. Für die Ottobrunner Schwimmer Lorie, Marlene, Emil und Xaver war es der Saisonhöhepunkt, auf den Sie all Ihren Ehrgeiz, Fleiss und Trainingswillen gesetzt haben. In der wunderbaren Schwimmarena des Berliner Schwimm- und Springzentrums im Europapark im Berliner Bezirk Friedrichshain hatten sie die Möglichkeit, sich mit den Besten ihres Jahrgangs aus ganz Deutschland zu messen.

 

Xaver hatte dabei von allen vier Schwimmern am meisten Pech, ist er zweimal doch nur um Sekundenbruchteile am Finale vorbei geschwommen. Die Leistungsdichte im Jahrgang 2003 und 2004 ist immens. „In dem Alter war ich vor zwölf Jahren mit einer 2:30 im Finale“ kommentiert Chefcoach Dimi das unglückliche Ausscheiden von Xaver über 200m Rücken. 2:22.89 und damit Platz 9 im Vorlauf, das beste Ergebnis der Ottobrunner in 2018 bei den deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Der spätere Jahrgangssieger Kevin Kuske aus Leipzig schwamm 6 Sekunden schneller. Eine Differenz, die Xaver nur weiter anspornt, jetzt wieder „11 Monate Vollgas im Training“ zu geben. Und eine klare Ansage an die regionale Konkurrenz. „Bei den Bayerischen im Juli in Nürnberg gebe ich alles“ - Vielleicht kann er für den SVO dann eine Medaille holen. 

Und war es auf den 200m Rücken schon nicht hart genug, verpasste Xaver einen Tag später auf 100m Rücken das Finale wieder nur um drei zehntel Sekunden. Vielleicht hätte es gereicht, hätte der Start-Richter in Xavers Lauf nicht die 10 Schwimmer drei (!) Mal in das Becken der Schwimm- und Sprunghalle im Europa-Sportpark geschickt, weil es Probleme auf einer Bahn mit der Rücken-Starthilfe gab. Da entscheiden Nuancen über Ausscheiden oder Finalteilnahme. Hätte, hätte, hätte…

Die Ottobrunner Vielstarterin Lorie überzeugte in Berlin dieses Mal in Ihrer Nebenlage Kraul. Auf der besonders hart umkämpften 50m Strecke schwamm sie eine neue persönliche Bestleistung 0:28,73 sec und erreichte unter 66 Starterinnen ihres Jahrgangs das Mittelfeld. Eine kleine Finalchance hatten sich Lorie und Trainer Dimi über den 50m Rücken Sprint ausgerechnet. Unter den Augen von Bundestrainer Hennig Lambertz zeigte sich aber auch hier wieder die enorme Leistungsdichte im Jahrgang 2004 bei den Mädchen und so reichte es hier leider nicht für einen Einzug ins Finale. 

Die beiden „Halbminuten-Starter“ Marlene und Emil, beide über 50m Brust am Start, mussten sich auch mit Plätzen im Mittelfeld zufrieden geben. Der Konkurrenz aus den Landes- und Bundesstützpunkten und den grossen Startgemeinschaften hatten sie nichts entgegenzusetzen, ausser den Ehrgeiz, neue persönliche Bestzeiten zu schwimmen und zu bestätigen, dass es richtig war, sie für eine Woche mit nach Berlin zu nehmen. Sie nutzen, wie auch Lorie und Xaver, die Gelegenheit, in der tollen Atmosphäre  des SSE jeden Tag im 50m Einschwimmbecken zu trainieren, ihr Team anzufeuern und möglichst viel von der im teils ausverkauften Haus aufwallenden Stimmung aufzusaugen. „Es ist das grösste, was man als Jahrgangs-Schwimmer in Ottobrunn erreichen kann“.

 

Eine Woche Berlin hiess für das Team auch, die Stimmung in der Metropole aufzusaugen. Bei teils tropischer Hitze mit heftigen Gewittern sass man auf dem „Alex“, fuhr auf den Fernsehturm und ging abends zum Pizza-Essen auf den Ku-Damm. Dazu kamen auch kleine Abstecher in die wechselvolle Geschichte der Stadt mit Besuchen am Brandenburger Tor, der Holocaust-Gedenkstätte und der East-Side-Galery.

 

 

„Wir fahren nur für eine halbe Minute nach Berlin”

Marlene und Emil schwimmen in Berlin die 50m Brust Sprintstrecke. Die Belohnung für eine engagierte Saison und eine stetig steigende Formkurve. Teil 2 unserer Athleten-Porträts stellt die beiden Spezialisten vor.

Marlene ist 13 Jahre alt (Jg.2004) und wohnt in Sauerlach. Die amtierende Vereinsmeisterin ihres Jahrgangs geht in die 8.Klasse der Realschule in Taufkirchen. Die laufende Saison ist ihre bisher stärkste, seit sie vor 9 Jahren zum SV Ottobrunn gekommen ist. Sie konnte sich neben der DJM Quali auf ihrer Spezialstrecke auch noch zahlreich Qualifikationen für die bayerischen und süddeutschen Meisterschaften sichern. Auf ihrer Nebenlage Schmetterling ist sie nur ganz knapp an der Normzeit für Berlin gescheitert.

Im Training schwimmt sie am liebsten die 3x300m Flossen, nicht so sehr mag sie die langen Intervalle wie 4x400m Kraul.

In Berlin wird sie versuchen, ihre bisherige Bestzeit über 50m Brust, die sie vor vier Wochen bei den süddeutschen Meisterschaften aufgestellt hat, zu unterbieten. „Schon verrückt, für eine halbe Minute schwimmen nach Berlin zu fahren“ meinte sie dazu. Dazu gehört aber auch das Gefühl, bei den „Deutschen“ dabei sein zu können, die Atmosphäre zu schnuppern und sich Motivation zu holen, vielleicht im nächsten Jahr dann mit mehreren Starts wiederkommen zu können.

Neben dem Schwimmsport spiel Marlene noch Querflöte. Ein Leben ohne Schwimmen kann sie sich aber nicht mehr vorstellen „Da hätte ich nicht halb soviel erlebt, wie ich jetzt erlebe!“

Das DJM-Quartett vervollständigt der 14jährige Emil (Jg.2003). Emil ist erst 2017 zum SVO gekommen, nachdem er vorher bei der SG Stadtwerke geschwommen ist. Der Brust-Spezialist besucht das Heinrich-Heine-Gymnasium in der neunten Klasse und hat sich sehr schnell beim SV Ottobrunn eingelebt „weil ich hier sehr gut gefördert werde“. Im Trainings setzt Emil am liebsten auf Kraft- und Sprinttraining. Von den langen Strecken ist er eher kein Fan. Auf die Frage nach sonstigen Hobbies lacht Emil nur und sagt „Essen“. Wer Emil kennt und schonmal mit ihm auf einem Wettkampf-Wochenende unterwegs war, weiss was er da meint, da bleibt abends beim Mannschaftsessen keine Nudel mehr übrig im Topf. Die Qualifikation für die DJM ist sein bisher grösster sportlicher Erfolg, die Norm dazu holte er sich, wie schon Marlene, auf dem letzten Drücker bei den Süddeutschen Meisterschaften in Erlangen. Und vielleicht reicht es auch für zweimal eine halbe Minute schwimmen, wer weiss.

Die Vier für Berlin

Der SV Ottobrunn schickt dieses Jahr vier Schwimmerinnen und Schwimmer zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin. Vom 29.5. bis 3.6. messen sich die besten Schwimmer Deutschland in der Schwimm- und Sprunghalle im Europapark. Wir werden auf dieser Website und auf unserem Facebook-Kanal die Veranstaltung begleiten und drücken unseren Athleten die Daumen. In den nächsten Tagen werden unsere vier Schwimmer Lorie Seranski, Marlene Ruf, Emil Sebold und Xaver Zach hier vorgestellt, also schaut immer mal wieder vorbei, ob es etwas Neues aus Berlin zu berichten gibt.

Lorie wird auf folgenden Strecken an den Start gehen: 50m Rücken, 50m Freistil und 100m Rücken. Marlene hat sich über 50m Brust qualifizieren können, genauso wie Emil. Xaver darf den Verein über 100m und 200m Rücken vertreten. Für die Vier wie auch für Cheftrainer Dimi Goudinoudis ist die Teilnahme an der DJM der Lohn für gute und erfolgreiche Trainingsarbeit in der laufenden Saison.